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Erfolg als ClownIn
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ERFOLG ALS CLOWNIN

"Ich ertrage keine Narren in meiner Umgebung!" sagte die Königin zum Hofnarren. "Oh," antwortete der Narr lächelnd, "ich schon."

Beispiele für bekannte und gesellschaftlich erfolgreiche ClownInnen gibt es in Hülle und Fülle. Denken wir nur an Gardi Hutter, die als erste deutschsprachige Clownin weltberühmt wurde; oder an Jutta Wübbe (Marlene Jaschke!), die es verstanden hat, ihre persönliche Geschichte zur Grundlage ihrer ganz speziellen, umwerfenden Komik zu machen. Die Story von Patch Adams, des Arztes, der seine Patienten auch mit Lachen heilte, wurde sogar in Hollywood verfilmt. In Deutschland gibt es eine Vereinigung von ÄrztInnen www.zdf.de die in den Krankenhäusern eine ordentliche Dosis Lachen verordnet und es gibt experimentelle Ansätze seelisch Kranken mit Spiel und Spaß neue Wege zu öffnen. www.aerztlichepraxis.de

Überhaupt gibt es bei ÄrztInnen, deren Beruf nun wirklich Verantwortung über Leben und Tod bedeutet, gute ClownInnen, auch in Deutschland, wo Ringsgwandl in Beruf und auf der Bühne Triumphe feierte. Sogar unter den JuristInnen, gemeinhin nicht für ihre Leichtfüßigkeit berühmt, findet sich ein berühmter Vertreter des komischen Gewerbes: Carlo Goldoni (1706-1793) der als Advokat in Venedig sehr erfolgreich war; doch er hatte zuviel Spass am Spielen und gab seine Kanzlei lieber wieder auf. Vielleicht sind ClownInnen zu frei und glücklich, um etwas anderes zu tun, und möglicherweise sind sie deswegen in gesellschaftlichen Spitzenpositionen so selten vertreten...

Manche Leute behaupten ja auch, eine ClownIn passe nicht in die normale Gesellschaft oder ein normaler Mensch wäre ungeeignet zur ClownIn; doch das ist ein falscher Eindruck. Zwar sind TopmanagerInnen nicht primär für Ihren Humor bekannt, aber das liegt vielleicht nur daran, dass sie ihn noch nicht entdeckt haben.
Ein Berufsbild ist leider ebenso aus der Mode gekommen wie KönigInnen: der Hofnarr. Hofnarren waren die freiesten und oft auch die klügsten unter den politischen BeraterInnen. Ihnen war es vergönnt den HerrscherInnen das zu sagen, was niemand sonst zu sagen wagte. Ob das Dahinscheiden der Monarchie deswegen bedauerlich ist, mag jeder selbst entscheiden. Der Untergang der Hofnarren ist auf jeden Fall ein Verlust.

 

 
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