Was ist Komik?


Worauf achten wir bei anderen Menschen, was zeigen wir von uns selbst gern? Und wie entsteht Komik? Wie entsteht meine Komik? Wie entsteht meine Clownsfigur und worüber lachen die Zuschauer?

Komik entsteht aus dem Unvermuteten und Zufälligen heraus, dem Ungeplanten. Solche Momente fängt der Clown ein. Er hat sie bei sich selbst oder anderen beobachtet. Diese Situationen für seine Präsentation locker und komisch wiederherzustellen - das ist eine Herausforderung.

Wenn du als Spieler die Erfahrung machst, dass deine Gruppe herzhaft über dich lacht und meinst, du hättest doch gar nichts gemacht - alles ging so leicht - dann bist du deinem Clown und seiner Komik auf der Spur.


Was - Wie - Wozu


WAS wird gemacht:
Du entdeckst und entwickelst deine eigene, unverwechselbare Clownsfigur, deine individuelle Komik. Beides entsteht in einem vielschichtigen Trainingsprozess und aus all den Schätzen, die schon in dir sind.

Die Basisübungen des Clownsspiels sind:
ein zu dir passendes Körper - Atem - und Stimmtraining; Phantasietraining; Wahrnehmung über die Sinne; Aktion-Reaktion; Konzentrationsübungen; Übungen, die die Wahrnehmung für Zeit und Raum wecken; Rhythmus; Tanz; Maskenspiel; Entspannung; die Spannungsmodi: Überspannung, Unterspannung, mittlerer Modus; Impulsarbeit mit roter Nase; Nichts-Tun; Präsenzübungen; Achtsamkeitsübungen; Entwicklung eines Kostüms und einer Schminkmaske für deine Clownsfigur.


WIE wird es gemacht:
Die Trainingswochenenden sind abwechslungsreich: Spiele zur Lockerung und Entspannungsphasen zur Erholung wechseln ab mit Phasen der Aktion und Konzentration. Es gibt vorbereitende Übungen im Trainingsraum, allein, zu zweit, zu dritt, zu viert und in der gesamten Gruppe. Und es gibt natürlich Bühnenaktionen.

Es geht immer spielerisch los: so, dass du den Stress der vergangenen Woche hinter dir lassen kannst und Spaß hast. Dann ist die Vorherrschaft des Kopfes aufgehoben.

Dein Clown entwickelt seine Geschichten aus dem heraus, was seine Augen ihm erzählen, seine Nase, seine Ohren, sein Geschmack.

Und das kann individuell sehr verschieden sein - je nachdem, welche Sinnesrepräsentanz für den Spieler im Vordergrund steht. Dem einen fällt das Licht im Raum besonders auf, der nächste hört ganz viel, während andere lieber schauen oder einen Vorhang ertasten.

Deine Fähigkeit, im Hier und Jetzt deiner sinnlichen Wahrnehmungen zu sein, bildet die Grundlage für deine Improvisationen. So öffnet sich deine schöpferische Vielfalt. Jetzt kannst du deine Impulse wahrnehmen, deine Geschichten entwickeln und spielen.

Seine Fähigkeit, mit allen Sinnen den gegenwärtigen Moment zu erleben, gibt dem Clown Selbstsicherheit und die Gewissheit, für seinen Partner und das Publikum verständlich zu sein.


WOZU wird es gemacht:
Der Clown spielt für das Publikum. Er spiegelt uns auf listige und humorvolle Weise das, wovor wir gerne davonlaufen. Mit seiner liebenswürdigen Übertreibung unserer schwarzen Seiten gelingt es ihm, uns Zuschauer zum Schmunzeln und Lachen zu bringen. Dann können wir uns oft mit unseren Unzulänglichkeiten sogar versöhnen.

Am Ende der Jahresgruppen und Aufbaukurse laden wir Freunde zu einer Präsentation ein; jeder Clown spielt das, was ihn am meisten interessiert hat - eingebettet in einen von der Gruppe und mir gestalteten unterhaltsamen Ablauf. Der Trainingsraum wird ein Theater.

Das sagen Teilnehmer oft über ihre Zeit in der Clownschule:

"Die Aufführung hat uns alle noch einmal fest zusammengeschweißt. Jeder war für jeden da. Hinterm Vorhang standen wir und jeder wartete auf seinen Auftritt, wusste, was auf der Bühne draußen passieren soll, und fieberte mit."

"Ich habe hier Leute getroffen, die ich in meinem Alltag nicht getroffen hätte - das war spannend und bereichernd."

"Ich habe so viel gelacht wie lange nicht."

"Die Clownsschule ist ein echter Schutzraum - ich konnte mich trauen, meine Zügel zu lockern. Eigentlich bin ich nicht gerne in Gruppen, aber hier habe ich mich schnell vertraut gefühlt. Es ist toll, auf der Bühne zu stehen und die Aufmerksamkeit aller zu haben."

"Ich bin eindeutig mutiger geworden."

"Ich bin selbstbewusster geworden und habe mehr Präsenz in der Öffentlichkeit."

"Ich bin überrascht, wie viele ich bin."

"Humorvoll zu sein, ist manchmal gar nicht so leicht - lohnt sich aber. Meinen Fehlern gegenüber nachsichtiger zu sein - das ist auch etwas, an das ich mich erst gewöhnen muss. Aber die innere Haltung des Clowns, auch Konflikte erst mal positiv zu bewerten, lässt mich insgesamt entspannter durch mein Leben gehen."


Einige Teilnehmer sind nebenberuflich bereits als Straßen-, Event- oder Bühnenclowns unterwegs. Andere werden professionelle Klinik-Clowns.

Manche haben sich als Trainer oder Humortrainer selbstständig gemacht.

Und viele integrieren ihre Clownserfahrungen in ihren Beruf als Sozialpädagoge, Erzieher, Lehrkraft, Künstler, Pflegekraft, Pfarrer, Therapeut oder Mediziner.




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